Beispielfall Monatsbericht: September 2026 aus drei Exporten, mit Treibern und geprüften Veränderungen
Ein vollständiger Durchlauf mit erfundenen Exporten, genau so, wie ihn die Vorführung zeigt: welche Daten hineingehen, was die Software rechnet, welche Auffälligkeiten an die Geschäftsführung gehen und was die Statistik zusätzlich prüft.
Dieser Beispielfall ist ein Funktionsbeleg: Er zeigt mit erfundenen Daten, wie das Modul arbeitet; jede Zahl stammt aus der Vorführung und den Tests. Ergebnisse in Ihrem Betrieb misst der Pilot an Ihren Unterlagen.
1. Die Exporte
Der Monatsbericht September 2026 einer erfundenen Firma, zusammengeführt aus drei Exporten, so wie die Systeme sie ausgeben. Firma und Kunden sind erfunden; die Vorführung rechnet im Browser.
| Datei | Inhalt | Zeitraum | Gelesen |
|---|---|---|---|
| warenwirtschaft_rechnungen.csv | Rechnungen aus der Warenwirtschaft | Januar bis September 2026 | 144 Zeilen, alle verwendet |
| vertrieb_angebote.csv | Angebote aus dem Vertrieb | Januar bis September 2026 | 180 Zeilen, alle verwendet |
| controlling_plan.xlsx | Plan und Kapazität aus dem Excel des Controllings | Januar bis Dezember 2026 | 12 Zeilen, alle verwendet |
Die Exporte erkennt die Software an ihren Spalten; Zeilen, die sie nicht verwenden kann, zählt sie, und unter „Datenquellen“ steht für jede Datei, wie viele Zeilen verwendet sind.
2. Was die Software rechnet
Kennzahlen für September 2026, Stand 05.10.2026, gegen Plan und gegen die drei Vormonate:
| Kennzahl | September 2026 | Angabe der Software |
|---|---|---|
| Umsatz | 116.790 € | Plan 145.000 € (−19 %) |
| Deckungsbeitrag | 38.584 € | Marge 33 %, Plan 38 %, Vormonate 37 % |
| Auftragseingang | 147.000 € | 7 gewonnene Angebote aus dem Monat |
| Angebote offen, gewichtet | 38.050 € | 6 offen, Wert mal Wahrscheinlichkeit |
| Forderungen überfällig | 4.165 € | 1 Rechnung |
| Auslastung | 97 % | Ist-Stunden zu Kapazität |
Ein Klick auf eine Kennzahl zeigt die Zahlen dahinter. Beim Deckungsbeitrag ist das die Marge je Produktgruppe mit ihrem Beitrag zur Gesamtmarge:
| Produktgruppe | Umsatz | Marge | Ø drei Vormonate | Beitrag zur Gesamtmarge |
|---|---|---|---|---|
| Frästeile | 32.499 € | 21 % | 37 % | −4,5 Punkte |
| Baugruppen | 28.299 € | 34 % | 34 % | −0,1 Punkte |
| Normteile | 11.257 € | 30 % | 29 % | +0,1 Punkte |
| Drehteile | 44.735 € | 42 % | 41 % | +0,2 Punkte |
| Gesamt | 116.790 € | 33 % | 37 % | −4,3 Punkte |
Der Beitrag ist die Veränderung der Marge der Gruppe gegenüber den Vormonaten, gewichtet mit ihrem Umsatzanteil im Monat; der Rest der Gesamtveränderung kommt aus der Verschiebung zwischen den Gruppen.
3. Was an die Geschäftsführung geht
Der Bericht nennt vier Auffälligkeiten, jeweils mit dem Kunden oder der Produktgruppe, die rechnerisch am meisten beiträgt:
Umsatz 19 % unter Plan (116.790 € statt 145.000 €). Größter Beitrag: Muster Automotive AG (fiktiv) mit 36.427 € statt 60.371 € im Durchschnitt der drei Vormonate (−40 %). Deckungsbeitragsmarge 33 % statt 37 % im Durchschnitt der drei Vormonate. Größter Beitrag: Frästeile, Marge 21 % statt 37 % (−4,5 Punkte der Gesamtmarge); dort sind die Kosten je Euro Umsatz gestiegen. 1 Rechnung über 60 Tage überfällig: RE-26095 Probe Anlagenbau GmbH (fiktiv) 4.165 € (67 Tage). Auslastung 97 %: kaum Reserve für Eilaufträge.
Die Abweichung des Umsatzes bezieht sich auf den Plan, die Beiträge je Kunde und je Produktgruppe auf den Durchschnitt der drei Vormonate: Planwerte je Kunde enthält das Beispiel nicht.
Zum Umsatz zeigt der Bericht das Diagramm Ist und Plan von Januar bis September und die Abweichung je Kunde; alle vier Kunden sind erfunden:
| Kunde (fiktiv) | Ist September 2026 | Ø drei Vormonate | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Muster Automotive AG | 36.427 € | 60.371 € | −23.944 € (−40 %) |
| Fiktiv Elektrotechnik KG | 24.248 € | 24.646 € | −399 € (−2 %) |
| Probe Anlagenbau GmbH | 19.587 € | 18.873 € | +715 € (+4 %) |
| Beispiel Maschinenbau GmbH | 36.529 € | 35.665 € | +863 € (+2 %) |
| Summe | 116.790 € | 139.555 € | −22.765 € (−16 %) |
Beträge sind auf volle Euro gerundet; Summen und Abweichungen rechnet die Software mit den ungerundeten Werten.
Der Bericht lässt sich drucken oder als PDF speichern, die Zahlen gibt es als CSV.
4. Was die Statistik prüft
Neben dem Monat prüft die Software, was sich über die letzten drei Monate verändert hat: Juli bis September 2026 gegen Januar bis Juni 2026, 16 Vergleiche zu Zuschlagsquoten insgesamt, je Rabattstufe und je Kunde, zur Marge je Produktgruppe und zum Umsatz je Rechnung. Gemeldet wird, was auch bei so vielen Vergleichen kaum durch Zufall zu erklären ist und für den Betrieb ins Gewicht fällt; dafür sorgen anerkannte statistische Tests mit einer Korrektur für viele Vergleiche. Eine einfache Gegenüberstellung hätte 6 Unterschiede als auffällig gezeigt.
| Vergleich | Ergebnis | Begründung der Software |
|---|---|---|
| Rabatt ab 10 % | Belastbar | Angebote mit Rabatt ab 10 %: Zuschlagsquote 24 % (6 von 25) statt 75 % (45 von 60) in den sechs Monaten davor. |
| Marge Frästeile | Belastbar | 32 % statt 38 % in den sechs Monaten davor. |
| Fiktiv Elektrotechnik KG | Belastbar | Angebote an diesen Kunden: Zuschlagsquote 29 % (5 von 17) statt 72 % (26 von 36). Geht rechnerisch weitgehend auf „Angebote Rabatt ab 10 %“ zurück. |
| Alle Angebote | Belastbar | Zuschlagsquote 39 % (21 von 54) statt 63 % (75 von 120). Geht rechnerisch weitgehend auf „Angebote Rabatt ab 10 %“ zurück. |
| Beispiel Maschinenbau | Hinweis | Angebote an Beispiel Maschinenbau GmbH (fiktiv): Zuschlagsquote 36 % (5 von 14) statt 72 % (18 von 25). Geht rechnerisch weitgehend auf „Angebote Rabatt ab 10 %“ zurück. |
| 11 weitere Vergleiche | ohne belastbare oder relevante Veränderung | Etwa Angebote mit Rabatt 5 bis 9 %: Zuschlagsquote 62 % (8 von 13) statt 38 % (9 von 24). |
Das Ergebnis führt zu einer Frage für den Vertrieb: Seit Juli gewinnen Angebote ab 10 % Rabatt nur noch jedes vierte Mal statt drei von vier. Die Einflussfaktoren sind rechnerische Beiträge; sie zeigen, wo die Abweichung entsteht, und die Ursache klärt das Gespräch mit Vertrieb und Einkauf.
Zum Modul gehört der Regel-Prüfstand. Er prüft Faustregeln an der eigenen Angebotshistorie, im Beispiel an 1.800 erfundenen Angeboten von Januar 2023 bis September 2026, in vier Schritten: Gesamtvergleich, drei Zeiträume und Gegenprobe getrennt nach weiteren Merkmalen, alle an den älteren 75 % der Fälle; danach ein Blindtest der unveränderten Regel an den jüngsten 25 %, die bis dahin zurückgehalten wurden. Geprüft werden vier Faustregeln aus dem Vertrieb: „Ab 10 % Rabatt gibt es mehr Folgeaufträge“, „Zahlungsziel 30 statt 14 Tage bringt mehr Zuschläge“, „Kurze Lieferzeit (bis 10 Tage) bringt mehr Zuschläge“ und „Mit Musterteilen gewinnen Angebote häufiger“.
| Faustregel | Ergebnis | Begründung der Software |
|---|---|---|
| Rabatt ab 10 % | nicht bestätigt | Nach Berücksichtigung von „Kundengröße“ nicht mehr statistisch eindeutig: getrennt nach Kundengröße bleibt +1 Punkt statt +14 Punkte. Die Kundengröße ist ein möglicher Einflussfaktor. |
| Zahlungsziel 30 Tage | gestützt | In allen vier Schritten gestützt: +18 Punkte im Gesamtvergleich, in allen drei Zeiträumen, getrennt nach jedem weiteren Merkmal und in den jüngsten 25 % der Fälle. |
| Lieferzeit bis 10 Tage | nicht bestätigt | In den jüngsten Daten kein relevanter Vorteil mehr. |
| Musterteile | unklar | Zu wenige jüngste Fälle für den Blindtest. |
Ein einfacher Vergleich aller Daten hätte alle vier Regeln bestätigt; nach den vier Schritten ist eine gestützt. Jedes Ergebnis ist eine begründete Entscheidungshilfe: Es zeigt, welche Regel sich in den Daten hält und welches Merkmal als Einflussfaktor in Frage kommt.
5. Das Ergebnis
- Ein Bericht aus drei Exporten: Kennzahlen gegen Plan, Auffälligkeiten mit Treibern, geprüfte Veränderungen und Umsatz je Kunde in einer Ansicht, mit Ampel.
- Jede Zahl nachvollziehbar: Ein Klick führt zu den importierten Rechnungen, Angeboten oder Monaten dahinter, etwa zu RE-26095, 67 Tage überfällig.
- Jeder Monat: Januar bis September 2026 lassen sich wählen; Forderungen und offene Angebote zählen nur aus Belegen bis zum Berichtsmonat.
- Weitergabe: Druckansicht als Bericht mit Datenquellen, als PDF, und die Zahlen als CSV.
6. Woran der Pilot gemessen wird
Im Pilot läuft derselbe Ablauf mit Ihren eigenen Exporten, eingerichtet in fünf Werktagen. Ausgewertet werden:
- Ihre Exporte: welche Zeilen verwendet werden und welche die Software mit Grund aussortiert;
- Abgleich mit Ihrem Bericht: ein abgeschlossener Monat, Kennzahl für Kennzahl gegen Ihren bisherigen Monatsbericht;
- die Zeit vom Export bis zum fertigen Bericht;
- Auffälligkeiten und Faustregeln: welche Treiber und Veränderungen der Bericht nennt und welche Faustregeln aus Ihrem Vertrieb sich an Ihrer Historie prüfen lassen.
Danach entscheiden Sie über die Vollversion.
Mit Ihren Unterlagen
- Im Pilot liest die Software Ihre regelmäßigen Exporte, auch mit deutschen Datums- und Zahlenformaten, Excel-Datumswerten, Dateien in ANSI und üblichen Spaltennamen wie „Rechnungsnummer“ oder „Nettobetrag“.
- Plan und Kapazität kommen aus Ihrem Controlling, so wie heute; die geprüften Daten lassen sich an Power BI oder andere Werkzeuge übergeben.
- Direkte Anbindung an DATEV und ERP, Plan, Forecast und Szenarien, Kommentare zu Abweichungen und Versand zum Stichtag kommen nach Wunsch dazu, zum Festpreis.